Verkehrsfluss sichern & ideologiefreie Lösungen für den Alltag aller Bensheimerinnen und Bensheimer finden
Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für Lebensqualität, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. In Bensheim treffen unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse aufeinander. Unser Anspruch ist es, diese Interessen sachlich, fair und funktional zusammenzuführen.
Wir Freie Demokraten lehnen eine ideologisch geprägte Verkehrspolitik ab. Für uns gilt: Nicht das Verkehrsmittel ist das Problem, sondern schlecht gemachte Verkehrsführung. Ziel muss ein geregelter Verkehrsfluss sein, der Sicherheit erhöht, Emissionen reduziert und Akzeptanz schafft.
Daten statt Bauchgefühl
Grundlage unserer Verkehrspolitik sind belastbare Daten. Wir setzen uns für eine regelmäßige Analyse der Verkehrsströme im gesamten Stadtgebiet ein – differenziert nach Tageszeiten, Verkehrsarten und Belastungsschwerpunkten. Maßnahmen sollen dort ergriffen werden, wo sie nachweislich wirken. Konkret wollen wir ein umfassendes Verkehrswegekonzept, das Straßenverkehr (individual und ÖPNV), Radwege und den ruhenden Verkehr (Parken) gemeinsam denkt, inklusive stoßzeitenspezifischer Optimierungen.
Mobilität für jung und alt gewährleisten
Gerade der ÖPNV ist für ältere oder mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar. Bezüglich der Versorgung mit einem flächendeckenden ÖPNV im Stadtgebiet Bensheims wollen wir eine Analyse mit dem zuständigen Kreis Bergstraße durchführen, wo ggf. Abdeckungslücken bestehen (bspw. auch zur Schülerbeförderung), die der Kreis im Rahmen seiner Zuständigkeit schließen müsste.
Tempo 30: sinnvoll einsetzen & Überregulierung abschaffen
Tempo 30 kann ein wirksames Instrument für die Steigerung der Verkehrssicherheit sein - etwa vor Schulen, Kitas, in Wohnstraßen oder an nachweislich gefährlichen Stellen. Gleichzeitig lehnen wir eine pauschale, generelle Tempo-30-Regelung für das gesamte Stadtgebiet ab. Tempo 30 soll dort gelten, wo es verkehrstechnisch sinnvoll, rechtlich zulässig und akzeptiert ist und dort zurückgenommen werden, wo es keinen Mehrwert bringt. Dies gilt insbesondere für wichtige Haupt- und Verbindungsstraßen (bspw. B3, B47, Brückweg, Saarstraße, Europaallee).
Radverkehr sinnvoll integrieren
Wir wollen den Radverkehr weiter stärken, aber sinnvoll in bestehende Verkehrswege integriert. Dazu gehört ein umfassendes Radwegekonzept, das sowohl geplante Raddirektwege als auch bestehende Nutzungen (bspw. durch die Landwirtschaft, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer) sinnvoll einbezieht.
Konkrete Knotenpunkte entschärfen und Netze schließen
Wir wollen gefährliche und unübersichtliche Verkehrssituationen entschärfen, z.B. durch erneute Überprüfung der Situation am Ritterplatz. Zudem wollen wir die Neukonzeption bzw. Erweiterung der „Sirona-Unterführung“ prüfen, um den Lückenschluss des Berliner Rings zu vollenden und damit die B3 zu entlasten.
Angesichts der Konversion und Bebauung des ehemaligen Euler-Geländes halten wir ein sinnvolles Verkehrskonzept insbesondere für die Friedhofstraße weiterhin für dringend notwendig.
Verkehrs- und Wegekonzepte früh in Bauplanungen integrieren
Künftig müssen Verkehrs- und Wegekonzepte für Kitas, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen sowie für mobilitätseingeschränkte Mitbürgerinnen und Mitbürger konsequenter bereits bei der Bauplanung berücksichtigt werden.
Unser Leitbild: sachlich begründete Regelungen statt Ideologie sowie Mobilität, die im Alltag funktioniert - für alle.